Trust on Kredit - Wer den emotionalen Kredit überzieht ...
Weil da jemand war, dem ich Rhythmus und Zeit gegeben habe.
Jemand, der Teil von etwas war, das funktioniert hat.
Und der genau dieses Vertrauen genutzt hat, ohne es zurückzugeben.
Der Song ist kein Racheakt.
Er ist ein Protokoll.
Ein Festhalten von dem Moment, in dem klar wird:
Hier ist etwas gekippt – nicht musikalisch, sondern menschlich.
Ich schreibe darüber, wie jemand bleibt, obwohl er innerlich schon gegangen ist.
Wie jemand weiter mitspielt, ohne noch wirklich Teil davon zu sein.
Wie sich Versprechen langsam entwerten, bis sie nichts mehr tragen.
Und ich schreibe darüber, wie es endet:
Nicht mit einem Knall, sondern mit einer Nachricht.
„Ich bin mal weg.“
Zu kurz, zu leicht, zu wenig – für das, was es bedeutet.
Der Song entsteht aus dieser Lücke zwischen Anspruch und Realität.
Zwischen dem Bild, das jemand von sich zeigt,
und dem, was tatsächlich passiert.
Da ist jemand, der sich inszeniert –
aber im entscheidenden Moment nicht liefert.
Der mehr nimmt, als er gibt.
Und der geht, ohne Verantwortung zu übernehmen.
Die Kasse leer.
Die Worte auch.
Ich habe den Song geschrieben, weil ich das festhalten wollte:
Dass Vertrauen endlich ist.
Dass du es überziehen kannst wie ein Konto.
Und dass irgendwann nichts mehr übrig bleibt – kein Beat, kein gemeinsamer Nenner, kein Rückweg.
Und vielleicht auch, um klarzumachen:
Der Song ist das, was bleibt,
wenn jemand geht, ohne sich zu erklären.
Der letzte, ehrliche Takt nach einem falschen Spiel.
Fun Facts:
Alex, der Drummer, schrieb eine kurze WhatsApp Nachricht "Hab mein Set verkauft, tschüß". Das wars. Der Proberaum leer. Die Bandkasse auch. Da kannst du nur Atmen, einen Song schreiben und weiter machen.
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